Treffen unterstützt kommunizierender Menschen und ihrer Bezugspersonen

 

Das Treffen  unterstützt kommunizierender Menschen und ihrer Bezugspersonen

Menschen ohne Lautsprache sehen sich häufig dem Problem gegenübergestellt, dass sie sich nur unter erschwerten Bedingungen verständlich machen können. Durch die Entwicklung nichtelektronischer und elektronischer Hilfsmittel ergaben sich in den letzten Jahren für viele Betroffene neue Kommunikationsmöglichkeiten. Aber oft  haben die Benutzer dieser Kommunikationshilfen in ihrem Umfeld keinen weiteren unterstützt Kommunizierenden, mit dem sie sich austauschen könnten.    

 

In Köln gibt es darum seit 1996 ein Jahrestreffen, das Benutzern alternativer Kommunikationsmittel, ihren Bezugspersonen und Kommunikationspartnern die Möglichkeit zur zwanglosen Begegnung sowie zum Informations- und Erfahrungsaustausch gibt. Vielen Benutzern aus den östlichen Regionen Deutschlands ist es jedoch auf Grund des langen Anfahrtsweges und der begrenzten Teilnehmerzahl nicht möglich, an diesem Treffen teilzunehmen.

 

Deshalb organisieren wir seit 2000 in Berlin/Brandenburg ein ähnliches Treffen. Wir, das ist eine Gruppe aus Lehrern, Therapeuten und Studenten der Sonderpädagogik, die als Projektgruppe im Rahmen von „ISAAC - Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V., Regionalgruppe Berlin-Brandenburg“ speziell an der Organisation und Durchführung eines solchen Treffens arbeitet.  

 

Im Mittelpunkt stehen bei diesem Treffen nicht Fachvorträge so genannter Experten, sondern die eigentlichen Experten auf dem Gebiet der Unterstützten Kommunikation: die Benutzer selber. Wir stellen ihnen Kommunikationshelfer zur Verfügung, die eine Hilfe sein sollen, sich in der Gruppe auch ohne vertraute Bezugspersonen verständigen zu können. Dies bietet den Bezugspersonen Zeit, sich unter einander auszutauschen und ist zugleich für die unterstützt Kommunizierenden eine Möglichkeit, sich in einer vorbereiteten, wohlwollenden Umgebung in der Verständigung mit Fremden auszuprobieren und ihre Stärken und Schwächen im Einsatz ihres Kommunikationsmittels zu erkennen.  

 

War es in den ersten beiden Jahren eine eintägige Veranstaltung, so sind  wir im Jahr 2002 gern dem Wunsch der Teilnehmer nach einem Wochenende nachgekommen. Wir halten dies auch für günstig, weil die Arbeit in den Workshops sicherlich intensiver werden kann, wenn wir notwendige längere Pausenzeiten zur Entspannung und Pflege planen können und auch Raum für persönliche Gespräche außerhalb der Workshops ist. Nicht zu letzt kann man gerade die Abendstunden gut nutzen, um das zu praktizieren, worum es uns geht: lockere Kommunikation mit welchen Hilfsmitteln auch immer.  

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